Die Priesterausbildung im Erzbistum Bamberg
beginnt mit einem einjährigen Propädeutikum, das junge Männer auf das Theologiestudium vorbereitet, welches in Kooperation mit anderen Bistümern, auch im Priesterseminar Bamberg, stattfindet. Nach Abschluss des Studiums folgt die Berufseinführung mit dem Kaplanstatut und der Ausbildungsordnung, wobei die II. Dienstprüfung frühestens im 3. Dienstjahr abgelegt werden kann.
Diakonenweihe
Diakone hat es bereits in der Urkirche gegeben. Während sich im Laufe der Jahrhunderte der Diakonat zu einer Vorstufe der Priesterweihe zurückentwickelt hat, rief das Zweite Vatikanische Konzil den Ständigen Diakonat als eigenständiges Weiheamt in der katholischen Kirche wieder ins Leben. Ständige Diakone dürfen – im Unterschied zu katholischen Priestern – verheiratet sein, wenn sie dies bereits bei der Diakonenweihe sind.
Den Ständigen Diakon – also den Diakonat als eigenständigen Dienst – gibt es in zwei „Formaten“: Der Diakon im Hauptberuf fügt sich nahtlos ein in die Vielfalt aller pastoralen Berufe. Für den Diakon mit Zivilberuf gilt in besonderer Weise, was den Ständigen Diakon von heute auszeichnet: Er ist unterwegs in verschiedenen Lebenswelten, vor allem in der Arbeitswelt und der Familienwelt. Das Spezifische seines Dienstes ist, dass er beide Welten mit seiner geistlichen Berufung als Diakon zusammenbringt.
Für den Dienst als Ständiger Diakon kommt in Frage, wer sich bereits in Kirche und Berufswelt und als Verheirateter in Ehe und Familie bewährt hat. Die Ausbildung zum Ständigen Diakon dauert in der Regel vier Jahre und ist berufsbegleitend. Im ersten Jahr – dem Interessentenjahr – finden fünf ganztägige Treffen statt. Nach dem Interessentenjahr folgt die Aufnahme in den Bewerberkreis mit jeweils sechs Wochenenden (Freitag und Samstag) sowie jeweils einer Studienwoche nach Ostern. Verpflichtend sind zudem der Grund- und Aufbaukurs des Studiengangs „Theologie im Fernkurs“ sowie ein Praktikum in einem Seelsorgebereich. Das Alter der Kandidaten soll zum Zeitpunkt der Weihe zwischen 35 und 55 Jahren liegen. Bei verheirateten Bewerbern müssen die Ehefrauen zustimmen. Unverheiratete Bewerber versprechen den Zölibat.
Weitere Informationen unter www.diakone-bamberg.de
