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Kirchensteuer

Kirchensteuer

Wofür Kirchensteuer?

Was passiert eigentlich mit meiner Kirchensteuer?

Vielleicht haben auch Sie sich schon einmal gefragt, wofür Ihre Kirchensteuer verwendet wird. Die Antwort darauf zeigt, wie viel Gutes mit Ihrer Unterstützung möglich ist.

Als Kirche in der Erzdiözese Bamberg finanzieren wir mit den Einnahmen aus der Kirchensteuer die Seelsorge für rund 590.000 Katholikinnen und Katholiken und viele andere Menschen, die unsere Angebote in Anspruch nehmen. Darüber hinaus fördern wir zahlreiche soziale Einrichtungen, kirchliche Schulen und vielfältige Beratungsangebote.

Herzstück all dieser Aufgaben sind die Menschen, die sie ausführen. Deshalb fließen rund 45 Prozent der Ausgaben – das sind etwa 107 Millionen Euro – in die Gehälter unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihre Kirchensteuer ermöglicht es diesen Menschen, ihren Dienst für andere zu tun.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Seelsorge. Über 40 Prozent der Mittel – derzeit knapp 100 Millionen Euro – werden hierfür eingesetzt. Besonders in der Jugendarbeit wird verstärkt investiert: Neue Stellen in der Jugendpastoral sowie erhöhte Zuschüsse für Einrichtungen wie die Jugendhäuser Burg Feuerstein und Am Knock sind konkrete Beispiele.

Auch Bauprojekte werden unterstützt. Im Bauetat 2026 stehen insgesamt 16 Millionen Euro zur Verfügung, davon 6,4 Millionen Euro als Zuschüsse für dringend notwendige Sanierungen an 21 Kirchen. Weitere 1,3 Millionen Euro fließen in Baumaßnahmen an Kindertagesstätten. Die Caritas erhält 2,5 Millionen Euro für den Neubau der Schule für Gesundheitspflege in Bamberg und die Modernisierung des Caritas -Senioren- u. Pflegeheims Jacobus-von-Hauck-Stift in Nürnberg. 600.000 Euro sind für Baumaßnahmen am Jugendhaus Burg Feuerstein vorgesehen. 

Für das laufende Jahr 2026 wird mit Kirchensteuereinnahmen von rund 176 Millionen Euro geplant. „Die aktuellen Rahmenbedingungen und absehbaren Entwicklungen erfordern einen sehr sorgfältigen und vorausschauenden Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen“, sagte Finanzdirektor Mathias Vetter. „Mit den bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen und weiterer Prioritätensetzung werden die Voraussetzungen geschaffen, um das Betriebsergebnis wieder auszugleichen und die wirtschaftliche Stabilität des Erzbistums langfristig zu sichern.“

Generalvikar Georg Kestel betonte, die Kirche befinde sich in einer Phase des Wandels, in der die bisherigen Prioritäten hinterfragt und neue gesetzt werden müssen. „Auch unter veränderten finanziellen Bedingungen wollen wir eine Kirche bleiben, die aus dem Glauben lebt, Verantwortung übernimmt und den Menschen nahe ist“, so Kestel.