100 Jahre Kapellenbauverein Serkendorf

Der Kapellbauverein Serkendorf nahm kürzlich den monatlichen Gottesdienst zum Anlass, sein 100-jähriges Bestehen zu feiern. Zunächst fand in der Marienkapelle eine feierliche Andacht mit der Gottesdienstbeauftragten Kerstin Weis statt. Im Anschluss wurde in der Scheune der Familie Schauer gefeiert. „Vor einem Jahrhundert haben sich Menschen aus Serkendorf, Gößmitz und Weisbrem zusammengeschlossen, um den Bau der Kapelle zu verwirklichen. Sie haben nicht nur Steine aufeinandergesetzt, sondern einen Ort geschaffen, der bis heute für viele ein Ort des Glaubens, des Innehaltens, der Ruhe und ein Platz der Gemeinschaft ist. Es erinnert uns daran was mit Zusammenhalt, Glaube und Tatkraft alles entstehen kann“, erklärte die 2. Vorsitzende des Kapellbauverein Rosi Zurek in ihrer Begrüßung. Erfreut zeigte sich Rosi Zurek, dass auch der 1. Vorsitzende des Kapellbauvereins, Stadtpfarrer Walter Ries aus Bad Staffelstein, sowie viele Mitglieder der Einladung zum gemütlichen Teil in die Scheune gefolgt waren. Für das leibliche Wohl zeigte sich die Familie Weis sowie der Jagdpächter Michael Walter verantwortlich, die jeweils ein Spanferkel spendeten. Kinder konnten sich später auch noch ein Stockbrot machen. Es zeigte sich einmal mehr, dass die Marienkapelle auch noch nach fast 100 Jahren das Herzstück der Dörfer ist, was alle als stolzes Erbe bewahren.
Wie es zur Gründung des Vereins kam
Seit Ende 1924 verfolgte der Bauer Konrad Schorn die Idee, mit dem Bau einer kleinen Kapelle eine Kriegergedächtnisstätte für die Gefallenen der Gemeinde Serkendorf zu errichten. Wegen Zerwürfnisse auf der kommunalpolitischen Ebene, fand dieser Einfall nur Zuspruch bei einem Großteil der Serkendorfer Bürger. Ende Januar 1925 riefen einige Männer aus Serkendorf in der Gastwirtschaft „Grüner Baum“ in Uetzing den Kapellenbauverein ins Leben, weil dieses Bauprojekt von der Gemeinde nicht umsetzbar war. Der Idee folgten umgehend Taten. Bauamtmann Lutz aus Bamberg fertigte den Plan. Mit den Bauvorhaben beauftragte man den Maurermeister Kerner aus Uetzing, den Zuschlag für die Zimmerarbeiten erhielt Meister Müller aus Uetzing. Bereits im Oktober 1925 konnte der Rohbau eingedeckt und das Kreuz aufgerichtet werden. Am 9. Oktober 1927 vollzog schließlich Pfarrer Gütlein die Einweihung der Kapelle Beata Maria Virgine, Selige Jungfrau Maria in Serkendorf.