30 Jahre Freundschaft zwischen Ukraine und Deutschland

Die Katholische Landvolk Bewegung (KLB) im Erzbistum Bamberg und die „Schönbornfranken“ aus dem ukrainischen Mukatschewo feierten im Rahmen des Erntedankfestes am 5. Oktober in Ebensfeld das 30-jährige Bestehen ihrer partnerschaftlichen Verbindung. Der Festtag stand ganz im Zeichen der Begegnung, des gemeinsamen Glaubens und eines intensiven kulturellen Austauschs.
Die „Schönbornfranken“ sind eine deutsche Minderheit in der Ukraine, deren Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Auf Geheiß von Friedrich Karl von Schönborn, Fürstbischof zu Bamberg und Würzburg, siedelten Bauern, Handwerker und Holzfäller aus den fränkischen Bistümern in den Karpaten, um eine vom Krieg gezeichnete Region zu kultivieren. Heute leben die Schönbornfranken vor allem in der Region Transkarpatien (Karpatenukraine) im Westen der Ukraine, einer multikulturell reichen Region, die durch vielfältige Einflüsse geprägt ist.
Zum offiziellen Auftakt des Jubiläums trugen sich die Ehrengäste – Erzbischof Herwig Gössl (Bamberg), Bischof Mykola Petro Luchok (Mukatschewo) sowie Julia Taips, die 2. Bürgermeisterin der Stadt Mukatschewo – in Begleitung von Bürgermeister Bernhard Storath in das Goldene Buch der Marktgemeinde Ebensfeld ein. Im Anschluss führt ein feierlicher Festzug, begleitet vom Musikverein Ebensfeld, vom Rathaus zur Kirche. Dort eröffnete ein kultureller Beitrag zum Thema "Schönbornfranken" den festlichen Gottesdienst, der von Erzbischof Gössl, Bischof Luchok, Leitendem Pfarrer Walter Ries sowie Pater Lijoy Jakob Thanikkal zelebriert wurde.
Am Nachmittag konnten sich die Besucher über die Schönbornfranken und die seit 30 Jahren bestehende Zusammenarbeit mit der KLB informieren. In der Talkrunde im Jugendheim "Gemeinsam stark", an der auch Erzbischof Herwig Gössl teilnahm, bestand die Möglichkeit, mit den Besuchern aus der Ukraine ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen. Umrahmt wurde das Programm von einer Bilderdokumentation und einer Ausstellung in der Kirche.