Auftakt zu besonderen Mariengottesdiensten in Eggenbach


In einem Meer aus Kerzenlicht und getragen von feierlichen Orgelklängen wurde am Freitag, 1. Mai, in der Wallfahrtskirche Mariä Schmerz in Eggenbach die Reihe besonderer Mariengottesdienste eröffnet. Zum Hochfest Patrona Bavariae strömten zahlreiche Gläubige und Besucher in den Marienwallfahrtsort, um einen Abend voller Spiritualität, Gemeinschaft und eindrucksvoller Atmosphäre zu erleben. Als nach Einbruch der Dunkelheit das Kirchenschiff ausschließlich von unzähligen Kerzen und dezent gesetzten Lichtakzenten erhellt wurde, entstand ein ganz besonderes Ambiente. Die historische Wallfahrtskirche präsentierte sich in einer eindrucksvollen Kulisse, die Gebet, Musik und Besinnung auf einzigartige Weise miteinander verband.
Bobby-Car, Roller und Fahrrad: Segnung der Fahrzeuge
Pfarrvikar Markus Grasser zelebrierte den festlichen Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrvikar Pater Jacob Lijoy. An der Orgel verlieh Gerald Werner der Feier einen würdevollen musikalischen Rahmen und unterstrich damit die besondere Stimmung des Abends. Ein Höhepunkt war die Fahrzeugsegnung im Anschluss an den Gottesdienst. Vor allem Kinder und Jugendliche nutzten die Gelegenheit, ihre Fahrzeuge – vom Bobby-Car über Roller bis hin zum Fahrrad – zur Segnung mitzubringen. Vor den Seitenaltären fanden die unterschiedlichsten Gefährte ihren Platz und warteten auf den kirchlichen Segen.
Predigt von Markus Grasser: "Von Gottes Liebe tragen lassen"
In seiner Predigt sprach Markus Grasser über die Sehnsucht der Menschen nach Liebe, Hoffnung und Gemeinschaft. Jesus kenne diese tiefen Wünsche und lade dazu ein, ihm zu vertrauen. Sein Geheimnis sei die Liebe – stärker als jede Angst und wertvoller als aller Besitz dieser Welt. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen seien Orientierung, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung wichtiger denn je. „Unsere Gemeinden sind Orte, an denen Menschen Halt finden, füreinander einstehen und wo Glauben lebendig wird“, betonte Grasser. Jeder Einzelne bringe seine Talente ein, sodass aus vielen Stimmen eine starke Gemeinschaft wachse. Maria sei dabei ein leuchtendes Vorbild. Sie habe unbeirrt an Jesus festgehalten und auf Gottes Führung vertraut. Auch heute seien Christen eingeladen, ihren Glauben mutig zu leben und sich von Gottes Liebe tragen zu lassen.
Im Anschluss Lichterprozession und Marienandacht
Nach dem feierlichen Schlusssegen zog die Gottesdienstgemeinde in einer Lichterprozession um die Kirche. Am Hauptportal angekommen, schloss sich eine kurze Marienandacht an. Nach den Grüssauer Marienrufen wurden die zahlreichen Fahrzeuge und ihre Besitzer gesegnet. Gemeinsam stimmten die Gläubigen abschließend das Marienlied „O himmlische Frau Königin“ an, bevor der Abend bei einer kleinen Agape in geselliger Runde ausklang. Pfarrvikar Markus Grasser zeigte sich über die große Resonanz erfreut: „Wir freuen uns schon jetzt auf die weiteren Kerzenscheingottesdienste im Marienwallfahrtsort Eggenbach und hoffen, dass dieses besondere Angebot viele Menschen anspricht.“
Weitere Termine in 2026
Die weiteren Termine orientieren sich am jeweiligen Einbruch der Dunkelheit. Gefeiert wird am Donnerstag, 2. Juli, um 21 Uhr zu Mariä Heimsuchung, am Dienstag, 8. September, um 20 Uhr zu Mariä Geburt sowie am Samstag, 21. November, um 19 Uhr zum Fest „Unsere Liebe Frau von Jerusalem“.

