„Christkönig, Halleluja!“
Christus wird in den letzten Tagen des Kirchenjahres als der Christkönig verehrt. Ist er wirklich ein König und hat Vollmacht über alle Dinge und über die Menschen zu herrschen? Oder ist er doch eher ein Diener, der nur Macht bekommen hat um Kleinigkeiten auf Erden zu entscheiden?
Einen König stelle ich mir wie folgt vor: Einen älteren Mann, der Macht über sein Königreich hat. Der Entscheidungen trifft und sagt wo es langgeht. Ein Mann, der in wunderbaren Gewändern umhergehend. Er wohnt in einem wunderschönen Schloss oder einer mächtigen Burg!
Er ist der Chef!
Einen Diener stelle ich mir wie folgt vor: Einen Mann, der von einem König rumgeschickt wird! „Mach das, mach Jenes, sofort!“ Der Ärger bekommt, wenn er die Befehle seines Königs nicht sofort und sehr gut erfüllt. Der Diener hat Arbeitskleidung, von den Perlen oder den besonderen Stoffen des Königs ist nichts an ihm zu sehen. Er ist klar ein Befehlsempfänger und muss tun was gefordert wird ohne Wenn und Aber!
König oder Diener? Beide können nicht ohne ihre Umgebung agieren. Auf den ersten Blick sind sie alleine, aber auf den zweiten Blick brauchen sie sich gegenseitig. Der König beschützt den Diener und der Diener versucht mit seiner Arbeit das Beste für seinen König zu ermöglichen. König sein, bedeutet auch Verantwortung zu tragen für das anvertraute Volk. Auch wir sind in besonderen Situationen Königin oder König, zuhause in der Familie, imKindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Seniorenheim und an vielen anderen Orten. Jede und Jeder hat die Verantwortung in seinem kleinen Königreich. Diener sein, bedeutet hinzuhören auf die Aufträge, die einen aufgetragen werden. Verantwortung mitzutragen! Unterstützung sein!
Wie ist die Mischung bei Ihnen: mehr König/in oder Diener/in?
Pfarrvikar Markus Grasser