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Dekanat Coburg: Wahl des Dekans und seiner Stellvertreter

Wahl des Dekans und der Stellvertreter 2026
Datum:
Veröffentlicht: 12.1.26
Von:
Gerd Klemenz
Kürzlich stand im Rahmen einer Pastoralkonferenz in Vierzehnheiligen neben dem Rückblick auf die letzten sechs Jahre auch die Wahl des Dekans und seiner Stellvertreter auf der Tagesordnung.
Wahl des Dekans und der Stellvertreter 2026

Aus den beiden ehemaligen Dekanaten Coburg und Lichtenfels, die weitgehend den jeweiligen Landkreisen entsprachen, entstand zum 1. September 2019 das neue Dekanat Coburg. Kürzlich stand im Rahmen einer Pastoralkonferenz im „Wallfahrersaal“ des Diözesanhauses in Vierzehnheiligen neben dem Rückblick auf die letzten sechs Jahre auch die Wahl des Dekans und seiner Stellvertreter auf der Tagesordnung. 

Dekan Lars Rebhan im Amt bestätigt

Bei der Wahl des Dekans wurde der in Kronach geborene Lars Rebhan ohne Gegenstimmen bestätigt. Der 51-Jährige ist seit September 2017 Pfarrer in Marktgraitz mit Schneckenlohe sowie in Lettenreuth und Redwitz und leitet zudem den Seelsorgebereich Lichtenfels-Obermain. Seit 2022 hat er auch die Pfarrstellen in Hochstadt, Marktzeuln und Schwürbitz mit Neuensee inne. Bereits seit Dezember 2017 war er Dekan des früheren Dekanats Lichtenfels und seit 2020 im Dekanat Coburg. Von November 2023 bis September 2024 übernahm Rebhan zusätzlich die Administration des Seelsorgebereichs Gottesgarten, der damals vakant war. „Die Wahl des Dekans war schnell erledigt, da Lars Rebhan der einzige Kandidat war“, berichtete Marku Grasser. 

Pfarrvikar Markus Grasser und Pfarrer Peter Fischer als Stellvertreter

In einem zweiten Wahlgang wurden die beiden Stellvertreter gewählt: Pfarrvikar Markus Grasser und Pfarrer Peter Fischer traten zu Beginn des Jahres ihr Amt offiziell an. Nach der Wahl fand in der Basilika eine feierliche Vesper statt, anschließend leitete Basilikaorganist Georg Hagel eine Orgelführung. Erzbischof Gössl hat die Wahl des Dekans und der Stellvertreter durch die wahlberechtigten Mitglieder der Pastoralkonferenz angenommenen und die drei Geistlichen zum 1. Januar 2026 für die genannten Ämter ernannt.

Grasser: Die Gemeinde für die Zukunft stärken

Markus Grasser ist seit September 2023 Pfarrvikar im Seelsorgebereich Gottesgarten mit Sitz in Altenbanz. Der 37-Jährige betreut die Pfarreien Altenbanz und Kloster Banz sowie deren Filialen und unterstützt die Arbeit im gesamten Gottesgarten. Seit 2025 ist er zudem Dekanatsjugendseelsorger. Bei den Stellvertretungen wurden zunächst die leitenden Pfarrer angesprochen: Walter Ries (Gottesgarten), Christian Montag (Obermain-Jura) und Peter Fischer (Coburg Stadt und Land). Fischer sagte zu, während Ries und Montag ablehnten, da sie bereits als leitende Pfarrer genug Arbeit hätten. Daraufhin brachte Christian Montag die Pfarrvikare ins Spiel. Während Andreas Stahl ablehnte, stellte sich Markus Grasser gemeinsam mit Pater Lijoy zur Wahl. „Ich finde es wichtig, die Stellvertretung zu übernehmen, um Einblicke in die Arbeit des Dekans zu bekommen und festgefahrene Entscheidungen aufzubrechen. Als Dekanatsjugendseelsorger habe ich bereits den Blick auf das gesamte Dekanat – so lassen sich Synergien nutzen“, erklärte Grasser. Zudem kennt er auch den Coburger Teil des Dekanats gut, da er zwei Jahre als Kaplan in Rödental tätig war. Den stellvertretenden Dekan Peter Fischer kennt er von seiner Ausbildung in Rödental. „Wichtig ist mir, dass wir unsere Gemeinden für die Zukunft rüsten und das geistliche Leben in den Schwerpunktpfarreien stärken. Es wird kein Zuckerschlecken, aber der Weinberg des Herrn muss gepflegt werden“, so Grasser.

Stellvertretender Dekan Fischer ist auch Leitender Pfarrer  

Peter Fischer, in Bamberg geboren, ist leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs „Coburg Stadt und Land“ und Pfarrer in allen dazugehörigen Pfarreien. Als stellvertretender Dekan ist Fischer erster Ansprechpartner für das Gebiet des Seelsorgebereichs „Coburg Stadt und Land“ (weitgehend identisch mit dem Landkreis Coburg), während Dekan Rebhan für den Landkreis Lichtenfels erster Ansprechpartner ist.

Aufgaben der Stellvertreter werden verteilt

Die Aufgabenverteilung der Stellvertretungen soll bei der ersten Besprechung gemeinsam mit Dekan Rebhan festgelegt werden. Damit startet das Dekanat Coburg gut aufgestellt in die kommenden sechs Jahre. „Ich habe in den letzten Jahren die Aufgaben des Dekans gerne übernommen. Besondere Freude haben mir die Projekte 'Über den Kirchturm hinaus' und 'Kirche im Licht' in Weismain und Coburg, St Augustin gemacht. Das Dekanat kann vernetzen und unterstützen und Kirche in besonderer Weise in der Öffentlichkeit vertreten. Dabei ist für mich die Unterstützung durch den Dekanatsreferenten Clemens Grünbeck und durch meine Stellvertreter wichtig, sowie die ehrenamtlichen Mitglieder des Dekanatsausschusses. Ein Dekan kann alleine nicht viel bewirken, sondern braucht die Mithilfe von Haupt- und Ehrenamtlichen, um spürbare Akzente von Kirche in unserer Region zu setzten. Ich bin dankbar für den Austausch im Kreis der Leitenden Pfarrer des Dekanats und für das Miteinander von Dekanat und den Teams der vier Seelsorgebereiche“, erklärte Dekan Lars Rebhan.

Hintergrund: Das Amt des Dekans

Die Aufgaben des Dekans sind im „Statut für die Dekane in der Erzdiözese Bamberg“ festgelegt. Er hält Kontakt zu den leitenden Pfarrern und Pastoralteams der Seelsorgebereiche und lädt Priester und pastorale Mitarbeiter zu Zusammenkünften ein – zur sogenannten „Pastoralkonferenz“. Die Amtseinführung eines leitenden Pfarrers sowie von Leitern kategorialer Stellen mit seelsorgebereichsübergreifenden Aufgaben übernimmt der Dekan im Auftrag des Erzbischofs. Er ist auch zuständig für die Vermittlung bei Differenzen. Wenn ein leitender Pfarrer dienstunfähig wird, übernimmt der Dekan bis zur formalen Ernennung eines anderen Pfarradministrators die Administration der betreffenden Pfarreien. Er trägt Sorge für kranke und ältere Priester und regelt auch die Begräbnisfeiern von Geistlichen im Dekanat entsprechend deren Anordnungen für den Todesfall.