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Ehrung von Organisten in Frauendorf

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Datum:
Veröffentlicht: 2.11.21
Von:
Matthias Beck
„Melanie Gutgesell und Pankraz Gründel, wir danken euch und sagen herzlich Vergelt´s Gott und wünschen euch und der Gemeinde noch viele Jahre, zum Lobe Gottes und zur eigenen Freude, schöne Musik in der Kirche zu machen“, erklärte der Kirchenpfleger. Dankesworte sprach auch der leitende Pfarrer Georg Birkel aus Bad Staffelstein den beiden geehrten Organisten aus. Zunächst wurde Melanie Gutgesell für ihren 25- jährigen Dienst als Organistin in der Pfarrei Sankt Aegidius ausgezeichnet. Auf 65 -jährige Tätigkeit als Organist kann Pankraz Gründel aus Krögelhof zurückblicken
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Der Gottesdienst nimmt seine vornehmen Form an, wenn es feierlich mit Gesang gestaltet wird. Neben dem Gebet und den Gedanken gehört auch die Musik dazu, denn eine singende Gemeinde ist auch eine lebendige Gemeinde. Dies hat man in der Zeit während der Corona-Pandemie erlebt. Doch was wäre ein Gesang in der Kirche ohne Orgelbegleitung?

Die Orgel gilt als Königin der Instrumente,sie ist das größte aller Musikinstrumente, das tiefste und höchste, das lauteste und leiseste. Seit 2017 sind Orgelmusik und Orgelbau durch die UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Sie ist das erste Tasteninstrument, das zum Instrument des Jahres gekürt wurde. Aber was nützt eine Kirchenorgel wenn es keine Personen gibt, die Orgel spielen können?

In der Pfarrei Sankt Aegidius Frauendorf gibt es mit Melanie Gutgesell und Pankraz Gründel zwei Könner ihres Faches, die schon Jahrzehnte die „Königin der Instrumente“ spielen. Der Frauendorfer Kirchenpfleger Achim Schnapp sowie der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hans Rudyk überreichte am vergangenen Sonntag zusammen mit dem leitenden Pfarrer des „Seelsorgebereiches Gottesgarten“ Georg Birkel den zwei Frauendorfer Organisten eine Urkunde des Erzbistums Bamberg. „Melanie Gutgesell und Pankraz Gründel, wir danken euch und sagen herzlich Vergelt´s Gott und wünschen euch und der Gemeinde noch viele Jahre, zum Lobe Gottes und zur eigenen Freude, schöne Musik in der Kirche zu machen“, erklärte der Kirchenpfleger. Dankesworte sprach auch der leitende Pfarrer Georg Birkel aus Bad Staffelstein den beiden geehrten Organisten aus.

Zunächst wurde Melanie Gutgesell für ihren 25- jährigen Dienst als Organistin in der Pfarrei Sankt Aegidius ausgezeichnet. Melanie Gutgesell hatte bereits im Alter von zehn Jahren bei Armin Kraus in Kümmersreuth Heimorgelunterricht begonnen und dann im Alter von 15 Jahren bei Georg Hagel in Vierzehnheiligen an der Orgel weitergelernt. Als 18-jährige hat sie 1996 schließlich die D-Prüfung erfolgreich abgelegt. Im Rahmen der Ausbildung hat sie öfters einzelne Lieder im Gottesdienst gespielt und nach der Prüfung ganze Gottesdienste musikalisch bereichert. „Es macht immer Freude, in Frauendorf Orgel zuspielen, denn da wird immer kräftig mitgesungen. Am liebsten spiele ich selbst neue geistliche Lieder, aber auch der Klassiker „Großer Gott“ gehört dazu. Als Herausforderung für den Organist ist das neue Gotteslob. Im Erzbistumsteil durften sich die Regionalkantoren verwirklichen, sie durften die Lieder neu setzen. Es wurden das Vorspiel, die Melodien und die Orgelsätze geändert“, erzählte die 43-jährige. Melanie Gutgesell betreut auch die Jugendband in Frauendorf, welche vor 20 Jahren vom damaligen Uetzinger Pfarrer Sebastian Palapparampil gegründet wurde.

Auf 65 -jährige Tätigkeit als Organist kann Pankraz Gründel aus Krögelhof zurückblicken. Er spielte neben Frauendorf und Krögelhof, auch schon in Stublang, Oberküps, Uetzing und Oberlangheim sowie zehn Jahre lang auf dem Marienberg im Schönstatt-Zentrum bei Dörrnwasserlos. Sein absolutes Highlight als Organist war die musikalische Begleitung eines Gottesdienstes 2009 im französischen Marienwallfahrtsort Lourdes, wie er im Gespräch erzählte. Das Orgelspielen wurde Pankraz Gründel quasi von seinem Vater Johann in die Wiege gelegt, dieser war wie der heute 79-jähriger auch Organist in der Pfarrei Frauendorf. Das Orgelspielen hat er sich quasi selbst gelernt. Durch seinen Bruder Wolfgang kam er in jungen Jahren nach Isling, wo seine Karriere begann. Bereits mit 14 Jahren saß Gründel an der dortigen Kirchenorgel und begleitete regelmäßig den Chor. Während dieser Zeit hat er auch immer wieder bei Gottesdiensten in Isling und in Frauendorf ausgeholfen bis er schließlich das Amt als Organist in seiner Heimatpfarrei übernommen. „Seit dieser Zeit hast du inzwischen Generationen auf ihrem Lebensweg bei freudigen Anlässen wie Taufen, Erstkommunionen, Firmungen und Hochzeiten aber auch bei traurigen Anlässen wie Beerdigungen mit deiner Musik begleitet“, berichtete Achim Schnapp. Unermüdlich war sein Einsatz als es galt eine neue Kirchenorgel 1989 für die Pfarrkirche in Frauendorf zu installieren. „Die alte war öfters defekt. Die war noch pneumatische, mit vielen Luftschläuche, da war ich fast jede Woche drinnen und hab etwas repariert. Das war keine Zukunft mehr“, erinnert sich Gründel. Pankraz Gründel zieht sich offiziell als Organist zurück, er wird Melanie Gutgesell aber weiterhin unterstützen.

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