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„Ein Fest im Hochsommer“

Hochsommer 2023
Datum:
Veröffentlicht: 23.7.23

Gerade befinden wir uns in den Sommermonaten: die Sonne scheint, ab und zu gibt es auch Regen. Sonne und Wasser sind sehr wichtig für das Leben, für die Gesundheit, sowie für Kraft und Freude. Im Sommer sind wir viel unterwegs, suchen nach schönen Urlaubsorten. Wir machen Wallfahrten und feiern mehrere Feste, eins davon ist das Fest „Maria Himmelfahrt“.

Einmal hatte eine Religionslehrerin gerade ihrer Klasse das Fest Mariä Himmelfahrt erklärt. "Nun, sagte sie, sollen alle Kinder, die in den Himmel kommen wollen, die Hände heben." Alle Kinder hoben die Hände, außer der kleinen Sofia in der ersten Reihe. "Willst du nicht in den Himmel, Sofia?" fragte die Lehrerin. „Ich kann nicht“, sagte Sofia unter Tränen. Meine Mutter hat mir gesagt, ich soll nach der Schule gleich nach Hause kommen.

Viele Menschen kommen gern nach Hause.

Denn das bedeutet für uns, dass wir an einen Ort kommen, wo wir Liebe, Schutz und Geborgenheit erfahren, wo wir nicht unterschätzt werden und wo wir ermutigende Worte hören. Dort können wir unsere Fähigkeiten und Talente nutzen. wir sind nicht allein, sondern jemand ist da, der uns umsorgt und sich um uns kümmert. Zu Hause ist ein Ort, wo die Hoffnung im Leben nicht verloren geht, die Hoffnung, nicht nur auf Liebe und Schutz, sondern es auch eine Kraft gibt, die unsere Vorstellung und Gedanken übersteigt. Damit beginnt der Gedanke, dass das Leben nicht endet, sondern immer, für ewig existiert. Das Leben hat einen Sinn! Das Leben hat ein Ziel!

So feiern wir im August das Fest Mariä Himmelfahrt. Wir verkünden, dass das Leben auf der Erde mit einem festen Glauben an das ewige Leben besser laufen, besser gelingen kann. Maria ist ein Vorbild für dieses Leben.

Das Fest passt in diese Zeit: in den Hochsommer, wenn das Korn reif zur Ernte ist. Uns wird die Fülle der guten Gaben bewusst, die Gott uns schenkt.

Doch gehört zum menschlichen Leben auch das Leid, Krankheit und Tod. So schnell wie die Pflanzen aufblühen und dann verblühen, altern auch wir und vergehen. Und dass gegen den Tod kein Kraut gewachsen ist, das wissen wir. Zum Schluss wird der Tod unser Schicksal sein.

Gott wird uns nicht vor dem Tod bewahren! Bewahren wird er uns im Tod und durch den Tod hindurch zum eigentlichen Leben. Das hat er durch seinen Sohn, den Gekreuzigten, bewiesen und an Maria, der Mutter Jesu. Ihre Aufnahme zu Gott ist für uns Symbol der Hoffnung, dass das Leben weitergeht. Inmitten von Krankheit und Tod, wider alle Angst und Mutlosigkeit, Krieg und Terror, geht das Leben weiter, entfaltet sich, entwickelt sich und findet Schutz in Gottes Hand. Gott ist es, der unser Leben heilt und der es vollenden wird.

Ihr P. Lijoy Jacob O.Carm.
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