Feierlicher Abschluss des Gedenkjahres für Pater Rudolf Lunkenbein und Simao Bororo


Mit einem feierlichen Festgottesdienst, zelebriert von Erzbischof Herwig Gössl, einem gemeinsamen Mittagessen und einem bewegenden Theaterstück über Pater Rudolf Lunkenbein feierten am 25. Oktober 2025 das Dorf Döringstadt, die Familie Lunkenbein, die Salesianer Don Boscos und die Erzdiözese Bamberg den Abschluss des Gedenkjahres zum 50. Jahrestag des Martyriums von Pater Rudolf Lunkenbein und Simao Bororo.
„Mission ist, die Liebe Gottes weiterzusagen“ – diese Botschaft ist heute so aktuell wie eh und je. Pater Rudolf Lunkenbein lebte sie durch sein eigenes Handeln und ist damit für uns alle ein Vorbild. Dies betonte Erzbischof Herwig Gössl in seiner Predigt. „Wo die Liebe Gottes präsent ist, bleibt man nicht allein“, hob er hervor. Besonders deutlich wird dies im Leben Pater Lunkenbeins durch seine Freundschaft mit Simao Bororo, mit dem gemeinsam er heute verehrt wird.
Ein besonderer Höhepunkt des Tages war neben dem Festgottesdienst der zweite Teil der Feierlichkeiten in der erneut gut gefüllten Kirche. Zahlreiche Familien mit Kindern waren gekommen, um das von Daniela Haas, Lehrerin an der Pater-Lunkenbein-Grundschule in Ebensfeld, selbst verfasste Theaterstück über Pater Rudolf Lunkenbein zu erleben. Die Schülerinnen und Schüler brachten das Leben und Wirken des Missionars eindrucksvoll auf die Bühne. Mit großem Applaus und liebevollen Geschenken wurden die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler für ihre Darbietung belohnt.
Zum Abschluss des Festgottesdienstes wurde den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern sowie allen, die zum Gelingen der Feierlichkeiten beigetragen hatten gedankt. Am heutigen Tag gilt der Dank insbesondere der Musikkapelle, den Ministrantinnen und Ministranten sowie dem Pfarrgemeinderat, der für die Bewirtung der Gäste gesorgt hatte, für das ganze Jahr der Familie Lunkenbein, Domkapitular Emge und P. Kaufmann sdb.
In seinen abschließenden Worten würdigte Pater Gesing die bleibende Bedeutung des Missionars: „Wie gut, dass es den Missionar P. Lunkenbein gab, der diesem Volk als Zeuge des Evangeliums Lebensmut und neue Hoffnung gab! Ohne ihn würde es all diese jungen Menschen nicht geben und wäre das Volk der Bororos ausgestorben. Um wie viel ärmer wäre die Menschheit heute doch!“
Zugleich bat Pater Gesing darum, das Gebet für die Seligsprechung von Pater Rudolf Lunkenbein und Simao Bororo fortzusetzen.
(Text und Bilder: Johannes Kaufmann)