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Firmung in Bad Staffelstein

Firmung Bad Staffelstein 2026
Datum:
Veröffentlicht: 20.7.26
Von:
Gerd Klemenz
31 Mädchen und Jungen der katholischen Pfarrei St. Kilian empfingen am Mittwoch, 15. Juli, das Sakrament der Firmung von Erzbischof Herwig Gössl persönlich.

Für 31 Jugendliche der katholischen Pfarrei St. Kilian war es ein besonderer Tag auf ihrem Glaubensweg: Sie empfingen am Mittwoch, 15. Juli, das Sakrament der Firmung – und wurden dabei von Erzbischof Herwig Gössl persönlich gefirmt. In einem feierlichen Pontifikalgottesdienst rief der Bamberger Oberhirte die Firmlinge dazu auf, den Herausforderungen des Lebens mit Vertrauen auf Gott und der Kraft des Heiligen Geistes zu begegnen. Seine Predigt stellte er unter das Bild der „Baustelle Leben“, das den jungen Christen Orientierung und Mut für ihren weiteren Lebensweg geben sollte.

Nach dem liturgischen Einzug in die Pfarrkirche St. Kilian, begrüßte Bürgermeister Mario Schönwald den Bamberger Erzbischof Herwig Gössl sowie die zahlreichen Gläubigen. Er zeigte sich erfreut darüber, dass sich die Jugendlichen bewusst zum christlichen Glauben bekennen und das Sakrament der Firmung empfangen. Den festlichen Gottesdienst zelebrierte Erzbischof Gössl gemeinsam mit Pfarrer Walter Ries, Pfarrer i. R. Hans Hübner und Pfarrvikar Markus Grasser. Für die musikalische Gestaltung sorgte Sabine Liebl an der Orgel.

Das Leben als Baustelle – Veränderungen, Herausforderungen und Umwege

In seiner Predigt verglich der Erzbischof das Leben junger Menschen mit einer Baustelle. Baustellen stünden für Veränderungen, Herausforderungen und Umwege – Erfahrungen, die viele Jugendliche aus ihrem Alltag kennen. Fragen wie „Wer bin ich?“ oder „Wer möchte ich sein?“ bestimmen diese Lebensphase ebenso wie Belastungen durch schwierige Beziehungen oder weltweite Krisen. Viele suchen einfache Lösungen oder flüchten sich in Scheinwelten, erklärte Gössl. Wirkliche Orientierung gebe jedoch ein tragfähiger Lebensplan und die Kraft, diesen umzusetzen. Beides schenke der Heilige Geist. „Ich vertraue fest darauf, dass Gott einen Plan für uns alle hat“, betonte der Erzbischof. Dieses Vertrauen gebe Halt, auch wenn der eigene Lebensweg nicht immer sofort verständlich erscheine. Mit der Geschichte von zwei Steinmetzen verdeutlichte er den Unterschied zwischen einer engen und einer weiten Sichtweise: Während der eine lediglich schwere Arbeit verrichte, erkenne der andere seinen Beitrag zu etwas Großem. „Ich baue eine Kathedrale“, laute dessen Antwort. Ebenso sei jeder Mensch mit seinen Stärken und Schwächen ein wichtiger Teil von Gottes Plan.

Agape auf dem Kirchenvorplatz

Nach der Erneuerung des Taufversprechens spendete Erzbischof Gössl den Jugendlichen das Sakrament der Firmung. Mit den Worten „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ zeichnete er jedem Firmling mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn – als sichtbares Zeichen der Gaben des Heiligen Geistes. Zum Abschluss bedankten sich die Jugendlichen für die Spendung des Sakraments und überreichten Erzbischof Gössl die Diaspora-Kollekte zugunsten des Bonifatiuswerks. Anschließend bot eine Agape auf dem Kirchenvorplatz Gelegenheit, mit dem Bamberger Oberhirten persönlich ins Gespräch zu kommen und den besonderen Festtag in gemeinschaftlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen.