Happy Smile und Viels@itig spenden 600 Euro für caritative Einrichtungen
Singen hält fit, macht glücklich und kann, wie im Falle des Kinderchors Happy Smile und der Gruppe Viels@itig, auch anderen Menschen helfen. Bei der traditionellen Weihnachts-Atempause, einem gemeinsamen Konzert der beiden Gruppen im Dezember, kam die beträchtliche Spendensumme von 500 Euro zusammen, welche die Band Viels@itig eigenständig noch auf 600 Euro erhöht hat. „Der Spendenerlös unserer Weihnachts-Atempause wird seit Jahren von uns an gemeinnützige Organisationen übergeben“, berichtet Marita Koch, Leiterin des Kinderchors Happy Smile. In den letzten Jahren wurden unter anderem die Kinderstation im Bamberger Klinikum, die Behinderten-Einrichtungen der Caritas in Lichtenfels oder ein Kinderheim in Peru bedacht. In diesem Jahr gehen 400 Euro an das Kinderpalliativzentrum des Uniklinikums Erlangen und 200 Euro an den Verein „Keine Gewalt gegen Frauen e.V.“ in Coburg. Am Freitag, 27. Februar, wurden die Spenden offiziell im Jugenheim St. Anna in Bad Staffelstein übergeben.
Verein ist in Coburg, Kronach und Lichtenfels aktiv
Die beiden ehrenamtlichen Vorständinnen von „Keine Gewalt gegen Frauen e.V.“, Angela Platsch und Annemarie Lorenz, waren bei der Spendenübergabe anwesend und freuten sich über die finanzielle Zuwendung. Der Verein ist Träger des Frauenhauses mit angegliedertem Übergangsmanagement, der Beratungsstelle für gewaltbetroffene Frauen und Kinder sowie der Interventionsstelle in Coburg. Das Einzugsgebiet für die Einrichtungen und den Verein sind die Stadt und Landkreise Coburg, Kronach und Lichtenfels. Die Einrichtung wird mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales sowie den Kommunen Coburg Stadt, Coburg Land, Kronach und Lichtenfels gefördert. „Zehn Prozent des Haushalts müssen durch Spenden erwirtschaftet werden, das sind jährlich etwa 80.000 bis 90.000 Euro“, berichtet Angela Platsch. Ein großer Teil der Arbeit des Vereins ist Präventionsarbeit: „Auf Anfrage von Kitas und Schulen führen wir für die Erzieher und die Kinder spezielle Schulungen durch und schulen einerseits das Kita-Personal zum Thema Prävention, gleichzeitig greift unser Fachpersonal das Thema aber auch kindgerecht für die Kinder- und Schulkinder auf“, berichtet Angela Platsch. In Kliniken wird das Fachpersonal auf Wunsch zum Thema häusliche Gewalt geschult und sensibilisiert. Und auch Firmen kommen auf den Verein zu und fragen interne Schulungen zum Thema Belästigung am Arbeitsplatz an. Der Verein feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum.
Kinderpalliativzentrum betreut jährlich rund 120 Familien
Die zweite bedachte Einrichtung ist das Kinderpalliativzentrum des Uniklinikums Erlangen. Deren Sprecherin, Dr. med. Chara Gravou-Apostolatou, war bei der Spendenübergabe in Bad Staffelstein persönlich vor Ort und berichtete in einem kurzen und kindgerechten Vortrag vor den Kindern der Gruppe Happy Smile und den Mitgliedern der Gruppe Viels@itig darüber, was die Einrichtung genau macht. Vorrangig geht es um die medizinische Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Neben der stationären Versorgung in Erlangen versucht das multiprofessionelle Team aus Kinderärztinnen und -ärzten, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräften sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Pädagogik und Seelsorge auch, die Familien zu entlasten: So werden in ganz Ober- und Mittelfrankenweit auch Hausbesuche angeboten, um Fahrten und längere Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und betroffenen Familien einen etwas normaleren Alltag zu ermöglichen. Allein 2024 wurden 120 Familien betreut und bei 2365 Hausbesuchen rund 161.000 Kilometer gefahren.