Jubelkommunion und Titularfest im Banzgau


Bei strahlendem Sonnenschein feierten die Pfarreien St. Laurentius Altenbanz sowie St. Petrus und St. Dionysius Banz am Sonntag, 7. Juni, in Altenbanz die Jubelkommunion. Zahlreiche Gläubige waren der Einladung gefolgt – darunter Jubilare, die vor 25, 40, 50, 60, 70 und sogar 80 Jahren im Banzgau erstmals die heilige Kommunion empfangen hatten. Für viele bleibt dieses Ereignis ein prägender Moment, der sie ein Leben lang begleitet.
Pfarrvikar Grasser: Welt hat sich seit damals sehr verändert
Feierlich zog die Gemeinschaft unter den Klängen der Banzberg Musikanten vom Pfarrhaus in die festlich geschmückte Pfarrkirche ein. Begleitet wurden die Jubelkommunikanten von Pfarrvikar Markus Grasser, den Ministranten sowie Fahnenabordnungen der Ortsvereine. In seiner Ansprache blickte Pfarrvikar Grasser auf die vergangenen Jahrzehnte zurück und stellte fest, dass sich die Welt in dieser Zeit stark gewandelt habe. Gott jedoch bleibe verlässlich und treu. Die Erinnerung an die Erstkommunion führe viele zurück in ihre Kindheit – zu Hoffnungen und Träumen, von denen sich manche erfüllt hätten, andere nicht. Das Leben sei geprägt von Höhen und Tiefen, von Freude und Sorge, von Dankbarkeit und Enttäuschung. Doch in all dem habe Gott die Menschen stets begleitet.
Brennende Kerze am Altar in Gedenken an bereits Verstorbene
Die Lesung aus dem Buch Hosea zeichnete das Bild eines treuen Gottes, der „wie der Regen“ neues Leben schenkt. Entscheidend sei dabei nicht äußere Leistung, sondern die innere Haltung und die gelebte Liebe. Am Beispiel des Zöllners Matthäus wurde deutlich, dass der Ruf Jesu allen Menschen gilt – unabhängig von Alter oder Lebensweg. Christsein beginne immer wieder neu. Die Eucharistie sei daher keine Belohnung für Vollkommene, sondern eine Stärkung für Menschen auf ihrem Glaubensweg. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Organistin Sabine Liebl gestaltet. Die Feier verband Dankbarkeit für das Vergangene mit einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft. Zugleich wurde auch der Verstorbenen gedacht, die den Lebensweg der Jubilare begleitet hatten – symbolisiert durch eine brennende Kerze am Marienaltar. So wurde die Gemeinschaft von Lebenden und Toten in der Eucharistie sichtbar. Mit der Jubelkommunion verbunden ist im Banzgau traditionell das Titularfest. In einer feierlichen Prozession folgten die Gläubigen dem Allerheiligsten, das von Pfarrvikar Grasser unter einem Baldachin getragen wurde. Die Banzberg Musikanten begleiteten den Gesang und verliehen der Prozession einen festlichen Rahmen. Nach dem Gottesdienst zogen die Jubilare unter Glockengeläut aus der Kirche aus. Beim gemeinsamen Mittagessen wurden Erinnerungen an Schul- und Jugendzeiten ausgetauscht, bevor der Tag schließlich beim Altenbanzer Kellerfest in geselliger Runde ausklang.