Kerwa auf dem Staffelberg


Hoch über Bad Staffelstein wurde der „Berg der Franken“ am Sonntagmorgen, 5. Juli, erneut zum Ort gelebten Glaubens: Zahlreiche Gläubige machten sich früh auf den Weg hinauf auf den Staffelberg, um in der Adelgundis-Kapelle gemeinsam den feierlichen Kirchweihgottesdienst zu begehen. Anlass war der 372. Weihetag der Kapelle, der mit einem festlichen Gottesdienst gewürdigt wurde. Zelebriert wurde dieser vom Leitenden Pfarrer Walter Ries.
Gedenken an die Heilige Adelgundis
Zu Beginn stellte er die besondere Bedeutung der Heiligen Adelgundis für die Region heraus. Sie sei tief in den Gemeinden verwurzelt und gelte als gebildete, kluge und zugleich tiefgläubige Frau. Als Äbtissin habe sie den Rang eines Bischofs getragen – symbolisiert durch den Krummstab, den sie in Darstellungen hält. Ihr von Krankheit geprägtes Leben, insbesondere ein langjähriges Krebsleiden, mache sie bis heute zu einer wichtigen Fürsprecherin für Kranke und Menschen in Todesgefahr. Ihr Gedenktag wird am 30. Januar begangen. Im Anschluss an die Eucharistie zog eine feierliche Prozession rund um das Plateau des Staffelbergs. An den vier Feldkreuzen wurde Station gemacht, um die Evangelien zu verkünden, Fürbitten zu sprechen und den Segen über Menschen, Tiere sowie über Felder und Flure zu erteilen. Unter einem Baldachin trug Pfarrer Ries die Monstranz mit dem Allerheiligsten, begleitet von jungen Männern die den Tragehimmel hielten. Die Prozession wurde zudem von Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehren aus Loffeld und Horsdorf sowie von Frauen bereichert, die eine geschmückte Figur der heiligen Adelgundis mitführten. Musikalisch umrahmt wurde das Geschehen von der „Nothelferkapelle“, die der Feier eine festliche Atmosphäre verlieh. Den Abschluss bildeten der traditionelle Wettersegen sowie das gemeinsam gesungene „Adelgundislied“. Pfarrer Ries dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und zeigte sich besonders beeindruckt von den liebevoll geschmückten Feldkreuzen. Im Anschluss ging die Feier in einen geselligen Teil über: Rund um die Kapelle und das frühere Einsiedlerhaus luden Tische und Bänke zum Verweilen ein. Bei Musik mit der „Nothelferkapelle“, regionalen Spezialitäten, Kaffee und traditionellen Kerwa-Krapfen klang der Festtag in geselliger Runde aus.

