Kirchweih im Döbertengrund

Festlich, traditionsreich und von großer Gemeinschaft geprägt präsentierte sich in den vergangenen Tagen die Kirchweih der „oberen Dörfer“ im Döbertengrund. Zahlreiche Besucher und Gläubige nahmen an den vielfältigen Veranstaltungen teil, die Brauchtum, Glauben und Geselligkeit auf eindrucksvolle Weise miteinander verbanden. Den Auftakt bildete bereits am Freitagnachmittag das traditionelle Aufstellen des „Kerwes-Baam“ in Weisbrem. Mit vereinten Kräften und ganz ohne technische Hilfsmittel richteten die Mitglieder der Feuerwehr Serkendorf die rund zwölf Meter langen Fichte auf. Unter den aufmerksamen Blicken vieler Zuschauer kam dabei reine Muskelkraft zum Einsatz: Mithilfe von Scherstangen wurde der Baum Stück für Stück in die Höhe gehoben, bis er schließlich sicher und senkrecht in seiner Verankerung stand – ein beeindruckendes Schauspiel gelebter Tradition.
Festliches Hochamt mit Pfarrer Hans Hübner
Der kirchliche Höhepunkt folgte am Sonntagmorgen mit dem Weihetag der Kapelle „Beata Maria Virgine – Selige Jungfrau Maria“. Die Gläubigen der drei oberen Dörfer versammelten sich zu einem festlichen Hochamt, das von Pfarrer i.R. Hans Hübner zelebriert und von Organist Christian Geldner feierlich begleitet wurde. Im Anschluss zog eine Prozession durch die festlich geschmückten Straßen. Als Vorbeter führte Ludwig Weis den Zug an, während die Bläsergruppe „Nussknacker“ des Musikvereins Uetzing-Serkendorf für die musikalische Gestaltung sorgte. In die Prozession reihten sich neben den kirchlichen und politischen Vertretern auch die Ortsfeuerwehr mit der Fahnenabordnung sowie zahlreiche Gläubige ein. Gemeinsam begleiteten sie die Monstranz mit der Hostie, getragen von Pfarrer Hübner und Wortgottesdienstleiterinnen Kerstin Weis, durch den Ort. Mit dem feierlichen Lied „Großer Gott“ kehrte die Gemeinde schließlich in die Marienkapelle zurück, wo der Eucharistische Segen erteilt wurde.
Im Anschluss klang der Festtag in geselliger Atmosphäre aus. Beim traditionellen Weißwurstfrühschoppen im Mühlenhof-Café spielten die „Nussknacker“, unter der Leitung von Elmar Kerner, zum Weißwurstfrühschoppen auf und sorgten für beste Unterhaltung. Die „Altmusiker“ stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass sie nichts von ihrer Spielfreude und musikalischen Qualität eingebüßt haben. Während der gesamten Kirchweih war zudem für das leibliche Wohl in Serkendorf und Weisbrem bestens gesorgt, sodass die Besucher ein rundum gelungenes Fest erleben konnten.



