Zum Inhalt springen

Kleukheimer Kirchweih steht im Zeichen des 400-jährigen Pfarrjubiläums

Jubiläum Kleukheim 400 Jahre
Datum:
Veröffentlicht: 29.6.26
Von:
Svenja Lange
Die Kleukheimer Kirchweih steht in diesem Jahr ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 400 Jahre Pfarrei Kleukheim. Vom 10. bis 13. Juli erwartet die Besucher rund um die Pfarrkirche St. Wolfgang ein abwechslungsreiches Festprogramm mit Gottesdienst, Musik und spannenden Einblicken in die Ortsgeschichte.
Jubiläum Kleukheim 400 Jahre

1625 wurde Kleukheim zur eigenen Pfarrei erhoben und feierte somit 2025 das 400-jährige Bestehen. Dieses Jubiläum wird noch bis Ende 2026 auf vielfältige Weise zelebriert. Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist die traditionelle Kirchweih, die von Freitag, 10. Juli, bis Montag, 13. Juli, rund um die Pfarrkirche St. Wolfgang gefeiert wird.

Kirchweihprogramm vom 10.-13. Juli

Den Auftakt bildet am Freitag, 10. Juli, um 17.30 Uhr die Kirchweiheröffnung. Der offizielle Bieranstich erfolgt um 19 Uhr. Nach der Preisverleihung der Schützengruppen sorgt die Blaskapelle Kleukheim für musikalische Unterhaltung. Im Anschluss lädt die Bar mit DJ zum geselligen Ausklang des Abends ein.

Im Mittelpunkt des Festwochenendes steht der Sonntag, 12. Juli. Um 9.30 Uhr wird ein Gottesdienst zum 400-jährigen Bestehen der Pfarrei mit Ortspfarrer Udo Zettelmaier gefeiert. Anschließend sind die Besucher zu einem Weißwurst-Frühschoppen eingeladen.

Der Kirchweihmontag, 13. Juli, beginnt ab 17 Uhr mit verschiedenen Essensangeboten. Ab 18 Uhr unterhält Holger Beck die Gäste mit stimmungsvoller Musik. Danach schließt sich erneut ein Barbetrieb an.

400 Jahre Pfarrei Kleukheim

Das 400-jährige Jubiläum ist für die Pfarrei etwas ganz besonderes, welches auch den Heimat- und Familienforscher Anton Zenk aus Unterneuses beschäftigte. Im Zuge seiner Recherchen hat er die Entstehung und Entwicklung der Pfarrei über die vergangenen vier Jahrhunderte nachgezeichnet und dabei zahlreiche interessante Details zur Orts- und Kirchengeschichte zusammengetragen. Mit der Erhebung zur eigenständigen Pfarrei wurde Kleukheim 1625 nach längeren Verhandlungen aus dem Pfarrverband Ebensfeld herausgelöst. Maßgeblich vorangetrieben wurde dieser Schritt durch den Bamberger Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim.

Die Errichtung der Pfarrei stellte die Verantwortlichen vor große Herausforderungen: Die bestehende spätmittelalterliche Holzkirche musste abgebrochen und ein neues Pfarrhaus gebaut werden.

Als erster offizieller Pfarrer gilt Johann Berlet aus Eiershausen, der von 1628 bis 1631 in Kleukheim wirkte. Die folgenden Jahrzehnte waren stark von den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges geprägt, wodurch sich auch die seelsorgerlichen Verhältnisse häufig änderten. Bis 1665 wirkten insgesamt sieben verschiedene Pfarrer in der Gemeinde.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Pfarrei stetig weiter. Unter Pfarrer Johannes Ruppert verlor Kleukheim Ende des 17. Jahrhunderts Oberleiterbach an die neu gegründete Pfarrei Kirschletten. Während im 18. und 19. Jahrhundert viele Geistliche über lange Zeiträume hinweg in Kleukheim tätig waren, blieben einige sogar nach ihrem Ruhestand im Ort. „Obwohl sie sich bisweilen über die sture und dickköpfige Bevölkerung beklagten, verbrachten viele ihren Lebensabend gerne hier“, berichtet Anton Zenk mit einem Augenzwinkern.

Seit 2017 ist der aus Bamberg stammende Udo Zettelmeier der Seelsorger vor Ort. Mit seinem Wirken seien die Kleukheimer „mehr als zufrieden“, betont Zenk.

Wer sich näher mit der Geschichte der Pfarrei und den Persönlichkeiten ihrer Pfarrer beschäftigen möchte, hat rund um den Festgottesdienst am Sonntag Gelegenheit dazu. In der Kirche präsentiert Manfred Gunzelmann, Mitglied des Kirchenrats, auf mehreren Schautafeln die Ergebnisse der umfangreichen Forschungen und steht Interessierten für Gespräche zur Verfügung.