Zum Inhalt springen

Motorradfreunde sammeln knapp 1.800 Euro für Krebs-Initiative

Der Stublanger Kirchenpfleger Bernhard Weidner (vorne mit Scheck) übergab gemeinsam mit den Motorradfreunden Bad Staffelstein/Stublang sowie Pastoralreferentin Susanne Lindner (rechts) den Spendenscheck an  Birgit Conrads  (vorne mit Scheck) von der Elterninitiative.
Datum:
Veröffentlicht: 14.8.26
Von:
Gerd Klemenz

Mit einer großzügigen Spende unterstützten Vertreter der Katholischen Kirchenstiftung St. Nikolaus Stublang die Arbeit der Elterninitiative krebskranke Kinder Erlangen e.V.. Bei ihrem Besuch in Erlangen am vergangenen Sonntagnachmittag, 9. August, überreichten sie einen Scheck in Höhe von 1.768,31 Euro – der Erlös des diesjährigen Motorradgottesdienstes.

Rund 250 Bikerinnen und Biker spendeten beim Motorradgottesdienst im April

Die ökumenische Kur- und Urlauberseelsorge Bad Staffelstein hatte die Open-Air-Veranstaltung Ende April gemeinsam mit den Motorradfreunden Bad Staffelstein/Stublang auf dem Wanderparkplatz bei Stublang organisiert. Rund 250 Biker kamen bei bestem Wetter zusammen, um unter freiem Himmel einen Gottesdienst zu feiern.

Erlös geht an Elterninitiative krebskranke Kinder Erlangen e.V. 

„Unser Ziel ist es, den Erlös dieses besonderen Gottesdienstes einem guten Zweck zukommen zu lassen“, erklärte Claudia Weidner von den Motorradfreunden. Schnell habe man sich darauf geeinigt, die Elterninitiative in Erlangen zu unterstützen, da deren vielfältige Angebote ausschließlich durch Spenden finanziert werden. Bereits beim Motorradgottesdienst war Birgit Conrads von der Elterninitiative vor Ort und stellte die Arbeit des Vereins vor. Nun nahm sie den symbolischen Scheck entgegen. Als die Spendensumme verkündet wurde, ging ein hörbares Raunen durch die Anwesenden, gefolgt von langanhaltendem Applaus. Conrads bedankte sich herzlich bei den Organisatoren und allen Besuchern für ihr Engagement.

Wie der Verein betroffenen Familien hilft

Die Elterninitiative krebskranke Kinder Erlangen e.V. wurde 1983 von betroffenen Eltern gegründet und unterstützt Familien mit schwer erkrankten Kindern umfassend. An der Kinderklinik stehen zwei Häuser mit jeweils zwei Appartements zur Verfügung, in denen Eltern während der Behandlung ihrer Kinder gegen einen geringen Unkostenbeitrag wohnen können. Darüber hinaus hilft der Verein bei der Beantragung von Unterstützungsleistungen nach Krankenhausaufenthalten und bietet Austauschmöglichkeiten wie „Talk & Eat“ an. Zu den weiteren Angeboten gehören Informationsmappen mit wichtigen Ansprechpartnern und Kontaktdaten sowie die geplante Einrichtung eines Trauercafés für betroffene Familien. Aktuell wird zudem die Weiterbildung einer Apothekerin finanziert, die künftig Eltern darin schulen soll, Chemotherapien im häuslichen Umfeld durchzuführen – eine Maßnahme, die den Kindern den Alltag erheblich erleichtern kann. Der Verein zählt rund 150 Mitglieder, wird von vier ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern geleitet und von drei festangestellten Kräften in der Verwaltung unterstützt. Viele der Angebote wären ohne Spenden nicht möglich – umso wichtiger sind Aktionen wie der Motorradgottesdienst, der auch in Zukunft fortgeführt werden soll.