Neue Gewänder für die Ministranten in Bad Staffelstein

Die Pfarrei Sankt Kilian hat für ihre Ministrantenschar neue, verschiedenfarbige Gewänder für insgesamt knapp 5000 Euro angeschafft. Der katholische Frauenbund und die Kolpingfamilie Bad Staffelstein beteiligten sich mit je 800 Euro an den Kosten. Am Christkönigsonntag wurden Rock und Westchen im Rahmen einer Wottgottesfeier vorgestellt und von Gemeindereferent Matthias Beck gesegnet.
„Nach vielen Jahren haben wir beschlossen, neue Ministrantengewänder anzuschaffen. Dabei habt ihr euch wieder für dreiteilige Kleider entschieden. Ein weißes Obergewand, das uns an unser Taufkleid erinnert und passende Röcke und Krägen zu den liturgischen Farben. Denn die liturgischen Farben prägen den kirchlichen Kalender und zeigen uns die Festzeiten an“, erläuterte der Gemeindereferent.
Die liturgischen Farben haben ihre eigene Bedeutung: „Die Farbe Grün steht für Hoffnung. Auch in Zeiten, in denen keine großen Hochfeste stattfinden, möchte Jesus bei uns sein. Deshalb wird Grün in den Tagen des Jahreskreises getragen. Es ist die Farbe der lebendigen Natur, der Schöpfung und damit der Dankbarkeit für alles, was uns von Gott geschenkt wurde“, so Beck.
Rot sei eine emotionale Farbe, sie sei zu sehen, wenn Feste des Heiligen Geistes gefeiert werden – an Pfingsten oder bei der Firmung. Außerdem sei Rot die Farbe des Karfreitags, des Palmsonntags und der Kreuzerhöhung sowie für die Trauerfeierlichkeiten für einen verstorbenen Papst.
Farbe der Umkehr
„Violett ist die Farbe der Umkehr. In der Advents- und Fastenzeit wird sie getragen, ebenso bei Buß- und Beichtgottesdiensten. Diese unterschiedlichen liturgischen Farben zeigen uns auch, dass unsere Ministrantenschar ganz unterschiedlich ist“, führte Matthias Beck weiter aus. „Die Farbe Weiß steht für Reinheit und Festlichkeit. Sie erinnert uns an das Taufkleid, welches wir zur Aufnahme in der Kirche getragen haben. Deswegen wird Weiß an Tagen getragen, die in der Kirche besonders festlich gefeiert werden, wie Ostern, Weihnachten oder die ,Herrenfeste‘ wie Christi Himmelfahrt, Taufe des Herrn. Wir hier in Sankt Kilian greifen dann aber auch auf die roten Krägen und Röcke zurück, die festlich wirken sollen“, fügte der Gemeindereferent an.
Das Bild der Gemeinde
Wilfried Butz von der Kolpingfamilie erklärte, was Messdiener sind, was sie machen und dass man für diese Aufgabe auch festliche Kleider braucht. „Es ist eine sinnvolle Investition, denn ihr seid das Bild der Gemeinde“, erklärte Wilfried Butz. „Wir haben durch den Verkauf der Kräuterbüschel und durch das Kirchencafé an Mariae Himmelfahrt Spendengelder erhalten, die wir nun an euch weitergeben möchten in Form dieser Gewänder. Wir wünschen euch weiterhin viel Freude in eurem Dienst“, so Maria Würker vom katholischen Frauenbund. Korinna Fischer, Senatsvorsitzende der Ministranten in Sankt Kilian, dankte den Verbänden, die diese Anschaffung unterstützt haben, sowie den Ministranten, die diese Gewänder nun mit viel Freude und Würde tragen dürfen. Insgesamt wurden 17 grüne, zwölf rote, neun violette Ministrantengewänder und 16 weiße Untergewänder angeschafft.