Segnung der Schönbrunner Martern
Im Anschluss an die Segnung fand vor der „Floriansmarter“ eine Maiandacht mit Stadtpfarrer Birkel statt, die Michael Diller auf dem Akkordeon musikalisch umrahmte. Danach saß man noch etwas gemütliches im Feuerwehrhaus zusammen. Dank richtete Josef Geldner an die Restauratorin Dipl. Designerin (FH) Marlis Hirsekorn aus Litzendorf für die Schablonen und für das Zeichnen. Mit Blick in die Zukunft wurden die Bildtafeln durch die Firma Hackenberg digitalisiert. Im wunderschönen Maintal zwischen Vierzehnheiligen, Staffelberg und Kloster Banz treffen viele Touristen, Wanderer aber auch Einheimische in der freien Natur auch heute noch zahlreiche historische Sandstein Martern an. Allein in und um Schönbrunn stehen heute noch mehrere solche Martern aus den Jahren 1700 bis 1738, die dem ehemaligen Ortssprecher und Ehrenvorstand der Blumen- und Gartenfreunde Josef Geldner sehr am Herzen lagen. „Die leeren Rundbogennischen boten immer wieder einen eher tristen Anblick. Gerade deshalb habe ich mich schon längerer Zeit für eine Restaurierung dieser Schönbrunner Martern eingesetzt. Aber das größte Hindernis hierbei stellte immer wieder die Finanzierung der notwendigen arbeiten dar, was letztendlich zu einem Scheitern meines Vorhabens führte“, erzählte Josef Geldner. Selbst unsere Ortsvereine hatten sich bereit erklärt, die Restaurierung finanziell zu unterstützen, doch selbst diese Mittel reichten nicht aus“, fügte er an. Josef Geldner gab sein Vorhaben hinsichtlich der Sandsteinsäulen niemals auf und konnte schließlich neue „Geldquellen“ finden. Aus Spenden der Ortsvereine, Privatpersonen und Unternehmen sowie einem Zuschuss der Stadt Bad Staffelstein konnten die Renovierung in Höhe von 2673,53 Euro ausgeführt werden. Besitzer der Marter in der Obstwiese, an der Dorfschmiede und am Kindergarten ist die Stadt Bad Staffelstein. Josef Geldner hat sich eigenverantwortlich um die Bildstöcke und die Segnung gekümmert. In Absprache mit Stadtarchivarin Adelheid Waschka sowie den Ortsvereine wurden schließlich die Motive der farbigen Bildtafeln ausgewählt. Somit konnten kürzlich drei Martern durch den Bad Staffelsteiner Stadtpfarrer Georg Birkel feierlich gesegnet werden. Zunächst trafen sich zahlreiche Schönbrunner Einwohner mit Bürgermeister Jürgen Kohmann und Ehefrau Rita sowie den Stadträte Roswitha Jörig und Christian Ziegler an der Obstwiese um die „Adelgundismarter“ zu segen. Die Sandstein-Marter um 1700/1710 stand ehemals am alten Kirchweg nach Staffelstein. Sie musste im Zuge des Straßenbaues „Nordumgehung“ Staffelstein versetzt werden. Fachleute der Steinmetzfirma
Kerner aus Bad Staffelstein restaurierten sie, seit dem Jahr 2000 steht sie in einer Obstwiese nördlich an der Straße von Schönbrunn zur B 173. Neu sind die farbigen Bildtafeln mit den Heiligen Wendelin, Adelgunde, Kilian und Benedikt. Nach einem Segensgebet und dem Weihwasser-Segen ging es weiter zur „Josephsmarter“ an der ehemaligen Dorfschmiede. Dort steht eine Sandstein-Marter von 1729. Auf dem Rundbogenflachnischen steht die Umschrift der Stifter „ Gott zu Ehren hat Hans Hetzel und Kunigunda Hetzelin dies machen lassen, 1729“. Die Bildnischen mit vier Löchern wurde 1971 bei der Renovierung verputzt. 2019 wurden jetzt neue Bildtafeln mit der Hl. Margaretha, Hl. Joseph, Hl. Hubertus und des Hl. Georg angebracht. Vor dem Kindergarten steht die sogenannte „Floriansmarter“ von 1736. Die vier flachen Rundbogennischen waren ursprünglich mit Blechbildtäfelchen ausgestattet. Sie wurden anlässlich der letzten Renovierung im Zuge der Flurbereinigung (1971) verputzt und mit Heiligenbildern bemalt. Der Aufsatz wurde mit einem Dreipaßendenkreuz bekrönt (Dreipasse sind häufige Ornamente der Spätromanik und Gotik). Die Bilder waren stark verwittert und nicht mehr erkennbar. Der heilige Christopherus, der heilige Martin, der heilige Florian und die heilige Barbara sind nun auf den neuen Bildtafeln zu sehen. Im Anschluss an die Segnung fand vor der „Floriansmarter“ eine Maiandacht mit Stadtpfarrer Birkel statt, die Michael Diller auf dem Akkordeon musikalisch umrahmte. Danach saß man noch etwas gemütliches im Feuerwehrhaus zusammen. Dank richtete Josef Geldner an die Restauratorin Dipl. Designerin (FH) Marlis Hirsekorn aus Litzendorf für die Schablonen und für das Zeichnen. Mit Blick in die Zukunft wurden die Bildtafeln durch die Firma Hackenberg digitalisiert.