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Tagesimpuls

Impulsbild
Datum:
Veröffentlicht: 28.4.20
Von:
Daniel Wehrfritz

 

 

Tagesimpuls 28.4. 2020

 

Tagesevangelium: Joh 6, 30-35

 

Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“ (Joh 6,35)

 

Am vergangen Sonntag hätten in „normalen“ Jahren viele Menschen ihre Jubelkommunion gefeiert. Sie hätten sich daran erinnert, wie es war, als sie das erste Mal das „Brot des Lebens“empfingen.Aber leider musste auch diese Feier ausfallen bzw. verschoben werden.

In den letzten Tagen und Wochen wurde uns allen bewusst, was es bedeutet auf die Eucharistie und auf die Eucharistiefeier verzichten zu müssen. Gerade für Menschen die alleine sind war und ist der Besuch eines Gottesdienstes und das Erleben von Gemeinschaft im Glauben ein wichtiger Anker in ihrer Woche. Dies alles ist im Moment (noch) nicht möglich. Bischöfe und Politiker arbeiten zur Zeit daran ein tragfähiges Konzept für die Feier von Gottesdiensten zu erstellen. Dennoch wird eine solche Feier anders sein als wir es gewohnt sind. Das „Brot des Lebens“ kann im Moment wahrscheinlich nur unter strengsten hygienischen Vorschriften empfangen werden.

Der Hunger und der Durst der Menschen nach Normalität, nach „normalen“ Gottesdiensten, er wird bleiben. Denn was anders ist, fühlt sich auch anders an, gerade wenn es um den Empfang der Kommunion geht.

Abstandsregeln, begrenzte Besucherzahlen, Menschen die vielleicht abgewiesen werden müssen, notwendig, aber schwer vorstellbar. Als Kirche wollen wir Menschen einladen und nicht ausschließen, jeder der es möchte soll auch am „Brot des Lebens“ teilhaben können, denn Gott schließt niemanden aus. Dennoch ist die Gesundheit aller, die nun, bei aller Lockerung, an erster Stelle stehen muss. Was nützt es, wenn wir einfach den Schalter wieder auf Normalität stellen, Gottesdienste wieder wie gewohnt feiern und nach ein paar Wochen wieder alle Kirchen schließen müssen.

Wir alle werden wieder das „Brot des Lebens“ empfangen, wir werden wieder Erstkommunion und Jubelkommunion feiern, im Moment aber bleibt uns die Erinnerung, die uns keiner nehmen kann, die Erinnerung an die eigene Erstkommunion.

 

Vielleicht wollen Sie diese Erinnerung mit anderen Menschen teilen, dann schreiben Sie uns am besten per Mail und wir veröffentlichen diese dann auf unser Homepage, natürlich anonym. So bekommen wir eine Reihe von Geschichten über das „Brot des Lebens“.

 

Ihre Geschichte können Sie gerne an diese E-Mailadresse senden:

daniel.wehrfritz@erzbistum-bamberg.de