Wiedereröffnung der Bildungs- und Tagungshäuser in Vierzehnheiligen

„Den Zusammenhang von Leib und Seele nie verlieren“

Bad Staffelstein. Zum Abschluss der Sanierungsarbeiten der Bildungs- und Tagungshäuser Vierzehnheiligen hat Erzbischof Ludwig Schick den „Heiligen Berg“ als Ort bezeichnet für den Auftrag Christi, allen Menschen das Leben in Fülle zu bereiten. „Wir brauchen Orte, an denen der Zusammenhang von Leib und Seele, Körper und Geist deutlich wird, gelebt und eingeübt werden kann. Vierzehnheiligen ist so ein Ort“, sagte Schick am Donnerstag beim Festakt zur Wiedereröffnung von Haus 2 der Bildungshäuser. „In der Basilika wird gebetet, in den Bildungs- und Tagungshäusern wird reflektiert, diskutiert und gebildet. Die Ordensschwestern im Mutterhaus beten, pflegen die alten und kranken Schwestern und Brüder, im Konradshof werden Frauen mit besonderem Förderungsbedarf und ihre Kinder betreut“, fasste der Erzbischof die Funktionen und Aufgaben der Einrichtungen in Vierzehnheiligen zusammen.
Der „Heilige Berg“ mit seinen Institutionen solle dazu dienen, Sinn-, Werte- und Gemeinwohlwissen zu vermitteln. Dies mache das Glück des Menschen aus. In den Gottesdiensten und Wallfahrten, in Gebet und Meditation, in Tagungen und Bildungsangeboten solle in Vierzehnheiligen deutlich werden, dass der Mensch Leib und Seele, Körper und Geist ist und dass dieser Zusammenhang nie verloren werden darf. Die Pandemie habe dies deutlich gemacht. „Das Heil der Seele ist für die Gesundheit des Leibes unabdingbar, und in einem gesunden Leib wirkt ein gesunder Geist“, sagte Schick.
Drei Jahre lang wurde Haus 2 generalsaniert. Die Bildungs- und Tagungsräume, die Gästezimmer sowie die Traditionsgaststätte „Goldener Hirsch“ wurden dabei auf einen zeitgemäßen Stand gebracht. „Das Erzbistum stärkt damit die kirchliche Erwachsenenbildung vor Ort und für die Erzdiözese“, betonten der Rektor von Vierzehnheiligen, Domkapitular Elmar Koziel, und der Hauptabteilungsleiter für Außerschulische Bildung, Christian Kainzbauer-Wütig.